Die letzte Tour diese Woche

So langsam geht es wieder, mein Puls kommt so langsam wieder runter.

Die Firma besteht aus mehreren Personen, welche sich mit eigenem Kapital eingebracht haben, aus dieser Sicht für diese eigentlich die größtmögliche Absicherung, dass man so schnell nicht vor die Tür gesetzt wird – bei einer Person wünsche ich mir das jedoch sehnlichst (und nicht nur ich).

Leider ist diese Person auch die, mit der niemand klar kommt, da diese Person eine leicht gestörte Realitätswahrnehmung hat und von sich selbst so dermassen überzeugt ist, dass ich keinen kenne, der mit dieser Person noch nicht angeeckt ist.
Der größte Haken an dieser Person ist aber, dass diese alles in Sachen Finanzen unter sich hat.

Die Firma ist derzeit enorm am wachsen, was natürlich auch einen gehörigen Mehraufwand an Verwaltung mit sich bringt, und nur aus dieser Sicht entschuldige ich bis zu einem gewissen Punkt auch aktuelle Verzögerungen im Ablauf.
Allerdings hört diese Akzeptanz an dem Punkt auf, an welchem ich meinem Geld hinterher renne!

So bekam ich am Mittwoch zu hören, dass die Spesen für die Leute, welche die Abrechnung hierfür gleich am ersten eingereicht haben, bereits am Dienstag angewiesen wurden, was ich eigentlich schon als zu spät empfinde. Aber egal, hoffte ich doch darauf, dass spätestens heute meine Spesen eintrudeln – das Dingen mit der Hoffnung ist so eine Sache für sich, grenzt sie doch meist an Selbstverarschung!

Als ich gerade meinen Chef anrief und ihm mitteilte, dass er nun ein Problem hat (nämlich einen Fahrer, der nun mit dem LKW im Anschluß an die Tour 200km privat nach Hause fährt), fand er das nicht lustig. Er begab sich in die Höhle des Löwen und durchforstete die Unterlagen nach dem Nachweis, ob meine Spesen angewiesen wurden … und fand leider weder einen Versagungsgrund (z.B. durch falsche Auflistung meinerseits), noch einen Anweisungsvermerk.

“Tut mir jetzt echt Leid, aber ich finde nichts darüber. Da wirst Du Montag dann wohl mal die Frau xxx selbst anrufen müssen.” meinte er zu mir.
Auf mein “Na toll, lieber telefoniere ich mit dem Oberstaatsanwalt der Stadt München als mit der – das artet doch gleich wieder aus!” antwortete er mit “immer ruhig bleiben, dann klappt das schon”.
Ich erwiderte, dass das bei dieser Person schlichtweg zu viel verlangt ist, denn spätestens nach dem dritten saublöden Spruch platzt auch mir der Kragen, woraufhin er dann meinte “wenn es nicht klappt, ruf mich an, ich mach das dann schon”.

Und wo ich ihn gerade an der Strippe hatte, klärte ich auch noch schnell das Thema LKW-Telefon ab – ich bekomme nun endlich einen Akku nach Hause geschickt.
Die Tour wurde nun so umgewürfelt, dass diese offiziell in Berlin endet.

Ich kann mich nur wiederholen – mit dieser einen Person auszukommen ist wahrlich nicht leicht (eigentlich nahezu unmöglich), aber mein Chef hingegen ist da gänzlich anders gestrickt! Probleme? Einfach ihn anrufen, denn er hat kein Interesse an maulenden Fahrern! Zu viele hat er bereits durch die andere Person verloren, als dass es ihm egal wäre.

So, dann stelle ich mich schonmal moralisch auf das kommende Wortgefecht am Montag ein … wobei mir ein Schreiben an diese Person derzeit echt besser gefallen würde, so von wegen ABMAHNUNG!!!

Rubrik: Allgemeiniges Rubrik

Keine Kommentare

Keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Hinterlasse einen Kommentar

Anmerkung: Bei der Nutzung von '@User:' und/oder dem !!Antworten!!-Link wird automatisch der betreffende User zusätzlich per eMail über Deine Antwort benachrichtigt.