Waschbärenplage
In unserem Garten ist eine Waschbärenfamilie angesiedelt.
Da Abfälle jeglicher Art verschlossen sind, gibt es eigentlich keine Ernährungsgrundlage für diese Raubtiere, wäre da nicht eine Mietpartei, welche diese Mistviecher regelmäßig füttert!
Das füttern dieser Raubtiere ist übrigens strengstens verboten, Bußgelder bis 5000 € pro Fall können verhängt werden!
Jedenfalls hat unsere Familie 6 Junge.
Diese wurden letzte Nacht erstmalig zu Kletterübungen an Hauswand, Dachrinnen etc. ausgeführt – kein tolles Geräusch.
Die langen und scharfen Krallen hinterlassen nicht nur hässliche Spuren, nein, sie verursachen auch noch einen Wahnsinnslärm.
Parallel dazu sind alle Familienbeteiligten pausenlos am “kommunizieren”, was die Hoffnung auf Nachtruhe schwinden lässt.
Jedenfalls wollte ich heute nacht endlich meine Ruhe haben, und bin in den Garten gegangen.
Zu meiner Überraschung wurde ich augenblicklich angegriffen, als ich die Tür öffnete! Von wegen friedliche Tiere – am Arsch!
Nur durch einen beherzten Tritt in Richtung Fellfresse konnte ich Bisse verhindern. Nach dem Angriff und dem meinigen Tritt suchte die komplette 8köpfige Familie die Rettung in der Flucht – die Nacht war gerettet, trat doch sofort eine angenehme Ruhe ein.
Jetzt die Preisfrage:
Trotz Meldung beim Vermieter und dessen inkompetenter Hausverwaltung unternimmt dieser Verein ganz genau nichts!
Wer ist für die Beseitigung dieser Plage zuständig? Ist Selbsthilfe erlaubt? Wer hat eventuelle Kosten zu tragen? Die Viecher müssen weg, und zwar sofort!
Kommentar unserer “Hausverwaltung”:
die Waschbären sind in Strausberg keine Seltenheit und es gibt keine mir bekannten Möglichkeiten diese zu entfernen.. Gern können Sie als Mieter, wenn Ihnen Maßnahmen bekannt sind tätig werden.
So kann man sich das auch einfach machen…!
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Update v. 8.6.2010:
Zeitgleich schrieb ich – zur Sicherheit
– auch nochmal das hiesige Ordnungsamt an:
Sehr geehrte Frau xxx.
Vor geraumer Zeit haben wir Mieter der Großen Str. 14 unserem Vermieter
xxx sowie der Hausverwaltung xxx mitgeteilt, dass eine 8köpfige Waschbären-
familie im Garten ihr Unwesen treibt.Auch teilten wir mit, dass diese trotz bekanntem Verbot durch die
Mietpartei xxx, welche obendrein eine Kindertagesstätte
betreibt, die Waschbären füttert, und sich die Waschbärenfamilie
demzufolge hier niedergelassen hat.Waschbären stellen ja im Normalfall keine Gefahr dar, da sie aber in
einem eingeschlossenen Gartengrundstück leben und keinerlei
Fluchtmöglichkeiten vorhanden sind, greifen diese auch an, so geschehen
letzte Nacht, als die Familie in kompletter Stärke auf “Ausgang” war,
die Hauswände hochging, die Dachrinnen inspizierte, und dabei einen
Höllenlärm verursachten.Nur durch einen beherzten Tritt konnte ich vermeiden, dass ich durch
beide Eltertiere gebissen wurde.Wir haben im Hinterhof einen kleinen maroden Anbau, in welchem sich
diese Familie niedergelassen hat.
Die Grünflächen sind mittlerweile mit Kot unnutzbar und stellen eine
Gefahr für unsere Kinder dar, welche im dortigen Sandkasten spielen.
Es ist mir unbegreiflich, wie man obendrein als Betreiberin einer
Kindertagesstätte diese Gefahr auch noch fördert, und die anvertrauten
Kinder dieser Gefahr aussetzt!
Es ist bekannt, dass Waschbären u.a. Spülwürmer im Kot verbreiten, die
für Kinder und Haustiere sehr gefährlich werden können.Im Interesse der Sicherheit von uns Mietern mit eigenen Kindern und
Haustieren möchte ich Sie bitten, zum einen gegen die Mietpartei xxx vorzugehen
(auch im Sinne der ihr anvertrauten Pflegekinder), und
zum anderen gegen unseren Vermieter, welcher jegliches Handeln
unterlässt. Alternativ bitte ich um die Nutzung kommunaler Möglichkeiten
zur Beseitigung der Waschbärenplage zulasten des Vermieters/der Mietpartei
xxx, da erst durch diese sich die Waschbären hier niedergelassen haben,
denn Waschbären kehren zur Aufzucht zukünftiger Junge IMMER dorthin
zurück, wo sie Nahrung erhalten haben.Mit freundlichem Gruß
Heute dann die Antwort:
der Inhalt Ihrer o.g. Mitteilung wurde umgehend der xxx – Hausverwaltung und dem Vermieter Herrn xxx übermittelt.
Die xxx – Hausverwaltung wird alles Erforderliche und ausführbare mit dem Revierleiter des Stadtforst, Herrn Wessendorf, besprechen und veranlassen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Verwalter bzw. Vermieter.
Mit freundlichen Grüßen
Na, da bin ich ja mal gespannt. Es ist zudem noch äußerst interessant, dass Meldungen seitens der Mieter beim Vermieter konsequent ignoriert werden, wenn man aber über Ämter geht, welche einem evtl. Ärger bereiten könnten, plötzlich Zusagen getätigt werden.
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Bild von http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/wildtiere/de/waschbaer.shtml
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15 Kommentare
eingegangende Track-/Pingbacks zu diesem Post
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Waschbären « SpaceFalcon — 8. Juni 2010 @ 22:48
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Dumme Allianz mit strafrechtlichen Folgen — 12. Juni 2010 @ 19:42
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von Cyberdroid, 7. Juni 2010 @ 13:00
Leg im Garten Tellerminen aus. ^_^
!!Antworten!!von maik, 7. Juni 2010 @ 14:27
Flammenwerfer, Selbstschußanlagen, Minenfelder…
!!Antworten!!von truckstop24.net, 7. Juni 2010 @ 15:15
Echt ma, auch wenn mir die bisher angebotenen Varianten persönlich enorm zusagen (
), so laufen hier dennoch Kinder herum. Gibt es da auch eine etwas weniger spaßmachende und fetzende Variante?
!!Antworten!!von Sandra, 7. Juni 2010 @ 19:06
Vielleicht schmeckt dieses Fischotterrezept
!!Antworten!!http://books.google.de/books?dq=fr%C3%A4nkisches%20kochbuch&q=fischotter&id=eNoqAAAAYAAJ&output=text&pg=PA189
ja auch mit Waschbär…
von Susanne, 7. Juni 2010 @ 20:14
!!Antworten!!von maik, 7. Juni 2010 @ 22:18
Ich hab echt keine Ahnung. Vielleicht einfangen und auswildern?
!!Antworten!!von truckstop24.net, 7. Juni 2010 @ 23:34
Einfangen? Waschbären?? Mit Nachwuchs???
Sorry, aber so wahnsinnig bin ich dann doch nicht.
Ich denke mal, dass der Bauschaum gegen die Schwalben auch universell für den Waschbärenbau genutzt werden kann.
Alternativ könnte ich mir noch Katzenfutter mit ausreichend Rattengift versetzt vorstellen.
Jedenfalls müssen die Viecher weg. Sie sind gesundheitsgefährdend (Spülwürmer), verdammt aggressiv (siehe letzte Nacht), richten massig Schaden an (der Putz sieht echt genial aus), und ausserdem nerven sie einfach durch den Lärm welchen sie verursachen.
!!Antworten!!von Nachbar, 8. Juni 2010 @ 18:02
Schade Sven, du weißt ja dass ich seit langer Zeit und mit viel Interesse deinen Blog lese, aber dass ich mich ausgrechnet aufgrund dieses Beitrages mal in die Diskussion einbringe is mir dann doch irgendwie unangenehm, weil dem unterhaltsamen Aspekt deines Blogs nicht angemessen.
Dass du stets und stetig ohne Rücksicht deine Meinung kund tust und dir dabei nicht selten (laut eigener Aussage) selbst schadest ist mir natürlich bestens bekannt. Dass du ebenfalls immer wieder bemängelst in welch beschissenem “Anschiss-System” wir leben auch.
Dass du allerdings selbst dazu neigst ist natürlich schade.
Ich wills mal ganz nüchtern betrachten, da ich ja nicht die Mietpartei xxx bin, und meine Meinung dazu abgeben. Dass es ein Verbot zum Füttern von Waschbären gibt ist sicherlich den wenigsten bekannt. Dass diese Waschbärenfamilie aufgrund der Fütterung hier heimisch geworden ist, ist schlichtweg an den Haaren herbei gezogen. Fluchtmöglichkeiten sind sehr wohl vorhanden, du hast ja selbst gesagt wie agil sie die Fallrohre und Dächer erklimmen und letztlich ist auch der “Bau” ein Fluchtpunkt. Das Waschbäreneltern im Gefahrenfall ihre Jungen verteidigen ist dir doch auch klar. Leider liest es sich in deinem Brief ja so, dass sie dich beim erklimmen der Hasuwände und inspizieren der Dachrinnen angegriffen haben. Wo bitte sind denn die Grünflächen unnutzbar!?!?!? Ich habe noch keinen Kot entdeckt und wir sind öfter auf dem Hof als du (ich weiß du bist menschenscheu
) dein Sohnemann.
Sehr schade finde ich deine Formulierungen bezüglich der Mietpartei xxx. Du stellst Behauptungen auf, die der betreffenden Mietpartei enorm schaden können und die darüber hinaus aus meiner Sicht überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Das man mit dir reden kann habe ich nun schon oft genug gemerkt. Ich würde mir bei all deiner Kritik gegen die Hausverwaltung, den Vermieter, die Stadtverwaltung samt Ordnungsamt und der Stadt Strausberg wünschen solche Dinge zunächst mal zu versuchen persönlich zu klären.
Und nicht dass wir uns falsch verstehen, auch ich bzw. wir haben schon die Fütterung als unangemessen angesprochen und es würde zumindest aus unserer Wahrnehmung eingestellt. Und auch die Lärmbelästigung wünscht man niemandem. Aber deshalb so extreme Geschütze aufzufahren finde ich sehr schade. Niemand ist unfehlbar, auch du nicht, wie du weißt.
Zu deiner Info kann ich aber schon sagen, dass an Lösungen gearbeitet wird. Ob sie dir gefallen ist dann wieder ne andere Sache.
So und nu hoff ick wieder auf unterhaltsame Geschichten ausm Truckerleben
Gruß Michel
!!Antworten!!von truckstop24.net, 8. Juni 2010 @ 18:15
Was das Niederlassen der Waschbären betrifft, so sind sie NIE dauerhaft geblieben.
Erst seit der regelmäßigen Fütterung sieht man sie täglich, und ziehen ihre Jungen auf.
Ich wohne schon etwas länger in diesem Haus und kann mit Sicherheit sagen, dass wir vorher keine Probleme mit Waschbären hatten.
Was den Fluchtweg betrifft, so flüchten Waschbären NIE, ohne die Jungen mitschleifen zu können. Da diese noch nicht die Betonwand hochkommen, sind sie somit gefährlicher als üblich.
Ja, es ist mir bewusst, dass ich denen schade. Und? Da habe ich kein Problem mit! Wer sich eigenmächtig seine Freiheiten herausnimmt, sollte damit rechnen, dass jemand irgendwann so reagiert, dass auch diese es verstehen. Früher hatten wir eine ECHTE Hausgemeinschaft – seitdem die da sind, eben nicht mehr.
Und zu dem Rest verkneife ich mir meinen Kommentar!
!!Antworten!!von Nachbar, 8. Juni 2010 @ 18:43
Also verstehe ich dich richtig, dass du nur auf einen Anlass gewartet hast um mal was gegen die Mietpartei xxx zu unternehmen!? Wenn das so sein sollte verstehe ich dich nunmehr noch weniger, wobei dir dass wohl auch egal sein wird.
Allerdings verstehe ich dann auch deine Formulierung aus dem “Schock” – Beitrag. Nur zu deiner Erinnerung, der Wasserschaden wurde nicht von einer Mietpartei verursacht, sondern durch einen Fehler in der Wasserleitung. In selbiger Nacht ist auch bei dir ein, wenn auch viel geringer, Schaden entstanden, der aus selbigem Fehler resultiert.
Vielleicht liegt der dauerhafte Verbleib der Tiere ja auch daran, dass ihr ursprünglicher Bau vor zwei Jahren abgerissen wurde!? Und eine regelmäßige Fütterung gab bzw. gibt es auch nicht. Dir als Tierfreund sollte doch wohl auch klar sein, dass Elterntiere mit Jungtieren nicht einfach so mir nichts dir nichts ihren Bau aufgeben und umherziehen. Das ist schlichtweg Quatsch. Und zudem frag ich mich wie du täglich die Tiere sehen kannst!?
Nochmal, ich finds schade dass so etwas auf diese Art und Weise geregelt wird. Du bemängelst das Fehlen einer echten Hausgemeinschaft und tust gleichzeitig nichts dafür, sondern mit voller Wucht dagegen. Klingt aus meiner Sicht absolut unlogisch.
Ich hoffe wir laufen uns mal wieder über den Weg um mal quatschen zu können. Ich find die Diskussion auf diese Art suboptimal.
!!Antworten!!von truckstop24.net, 8. Juni 2010 @ 21:01
so, da während der fahrt, jetzt mal in kleinschrift.
nein, drauf gewartet nicht, es hat eben nur langsam dem ganzen den deckel aufgesetzt.
ursächlich war wohl vermutlich ein nichtbestätigter überdruck in der leitung, korrekt. aber warum ist bei uns nur ein wasserschlauch geplatzt, ohne gleich wie bei xxx das ganze haus unter wasser zu setzen? ganz einfach, man lässt einen anschluss nicht offen, ungesichert und aufgedreht, wenn man ihn nicht benutzt!
und was den evtl. entstehenden schaden betrifft, so hätte sich xxx da mal vorher einen kopp zu machen sollen! dummheit schützt vor strafe nicht. nur weil du die aus welchem grunde auch immer magst, gelten da keine anderen gesetzlichen regeln!
und nein, in dem verschlag war kein bau. und da wir das schlafzimmer als einzigste partei zum garten heraus haben, sieht und hört meine frau die viecher täglich.
ich weiß, dass du xxx schon immer die stange gehalten hast und auch weiterhin halten wirst, auch wenn du damit der einzige auf weiter flur bist.
!!Antworten!!von Spacefalcon, 8. Juni 2010 @ 22:35
http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/kaufungen/waschbaerschmaus-kriegt-einen-haken-796638.html
!!Antworten!!von opatios, 10. Juni 2010 @ 17:10
Hallo Truckstop24 & Nachbar,
vielleicht schafft Ihr mal, jeder für Euch allein, Klarheit bevor das hier weitergeht und sogar Blog-Kommentare während der Fahrt(!!) geschrieben werden…
1. Werden diese Waschbären gefüttert oder nicht? Das weiß am besten der, der es entweder tut oder andere “live” dabei beobachtet wie sie das Futter bereitstellen.
2. Wenn die Tiere (als Familie) die ganze Zeit auf dem Hof unterwegs sind, darf man das Vorhandensein von Losung voraussetzen. Ob mit oder ohne Spulwürmer, sei mal dahingestellt.
3. Wer sein Schlafzimmerfenster zum Hof hat, wo die Tierchen sich allnächtlich tummeln, hat durchaus allein deswegen Grund zur Klage.
4. Wenn die Hausverwaltung meint, gegen diese Tiere nichts unternehmen zu müssen, obwohl sie nur ein bisschen größer sind als Ratten (ansonsten aber von ihren Störfaktoren her durchaus gleichwertig zu sehen sind), wäre es auch meine Reaktion gewesen, die Behörden einzuschalten. Obwohl ich mich wahrscheinlich direkt in Richtung Forstverwaltung informiert hätte, was man gegen die Tiere tun kann, ohne damit Gesetze zu übertreten.
(Soweit mal ein Kommentar eines unbeteiligten Dritten zu der Sache, manchmal ist ein bisschen Distanz zu so einer Angelegenheit doch vielleicht ganz gut…)
!!Antworten!!