Gib dem Tod einen Sinn
Ja, auch ich bin einer, seit Jahren sogar, und das aus Überzeugung.
Die Rede ist von Organspenden NACH dem Tod.
Seit Jahren habe ich einen Ausweis in der Tasche, der mittlerweile abgegriffen und zerfleddert war – nun kann man sich an vielen Tankstellen, oder aber unter www.proorganspende.de diesen Ausweis beschaffen.
Wenn ich tot bin, ist´s vorbei mit meinen sterblichen Überresten. Ob ich nun in einem Stück in die Brennkammer geschoben werde, oder aber ohne diverse Organe, mit welchen andere Menschenleben gerettet werden können, ist mir dann total schnuppe, denn ich bin ja tot.
Ich begreife bei vielen nicht Ihre Scheu davor. Was haben sie zu verlieren? Das höchste Gut haben sie dann bereits verloren, nämlich das Leben – warum also nicht anderen Menschen als letzte gute Tat nochmal helfen und denen ein halbwegs normales Leben ermöglichen?
Da Ärzte mehr daran verdienen, jemandem auf Biegen und Brechen ins Leben zurückzuholen, als mal eben jemandem ein Organ zu entnehmen, besteht also keinerlei Risiko, und mal ehrlich, wenn ich mit einem LKW einen Brückenpfeiler geküsst habe, will ich auch garnicht mehr zurückgeholt werden, denn wer weiss, als was für ein Krüppel man dann im Leben steht!
2 Kommentare
eingegangende Track-/Pingbacks zu diesem Post
RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI
von ixy, 4. Mai 2010 @ 22:51
Hatte auch schon mal überlegt. Kann mir aber wirklich nicht vorstellen, dass da noch Teile von mir gebraucht werden könnten. Ist doch schon jetzt alles kaputt: Leber, Niere, Rücken hab ich auch schon und er Arzt schimpft über den exorbitant hohen Cholesterinwert.
Meinst du, die nehmen auch Zweite Wahl?
Gruß
!!Antworten!!Jens
von truckstop24.net, 5. Mai 2010 @ 00:05
Da würde ich mir garkeine Gedanken zu machen, da im Falle des Falles eh alles vorher auf Funktionalität und Verträglichkeit überprüft wird.
!!Antworten!!Mit der Teilnahme haben andere wenigstens eine Chance.